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Die Seele atmet im Licht – meditatives Üben zwischen Denken und Wahrnehmen

(Fr. 22. – So. 24. März 2019)


Das Licht der Sonne ist eine – oft unbemerkte – Voraussetzung für die Welt der Sinneserscheinungen. Das kosmische Licht ist jedoch an sich unsichtbar, es ist übersinnlich. Erst in der Begegnung mit der Materie erscheint es selbst und bringt die Welt zur farbigen Erscheinung. Auch das Denken ist unsichtbar, geistiger Natur, bringt aber die wahrgenommene und erkannte Welt für uns zur Erscheinung.
Nur das, was vom Denken beleuchtet wird, können wir als etwas Bestimmtes erkennen, sonst bleibt es im Dunkel des Nichtverstehens.
Auf die Verwandtschaft unseres Erkennens mit der Erscheinung des Lichtes wies Rudolf Steiner hin, als er vor 100 Jahren am 30.11.1919 (GA 194) von einem »Licht-Seelen-Prozess« sprach. Er stellte ihn in einen historischen Zusammenhang mit einem vorchristlichen »Luft-Seelen-Prozess«, bei welchem im Sinne des indischen Yogaweges nicht das Denken, sondern der Atem das Verstehen der Welt ermöglichte.
Das »Atmen der Seele im Licht« findet im Wechsel zwischen Wahrnehmen und Denken statt. Diesen Pendelschlag bewusst zu erleben, ist das Ziel des meditativen Übens in allen Workshops dieser Tagung, in der Morgenmeditation und den Wahrnehmungsübungen vor und bei Sonnenaufgang.
Am Freitagabend werden einige Beiträge in das Thema einführen und einen ersten Überblick geben. Die beiden Vorträge am Samstag arbeiten einzelne Aspekte des meditativen Lebens zwischen Wahrnehmen und Denken heraus. Am Samstagabend lädt eine künstlerische Performance mit Eurythmie, Musik und Aktionseinheiten die Teilnehmer auch zum Mitwirken ein. Der Abschlussbeitrag am Sonntag bietet eine Zusammenfassung der verschiedenen meditativen Ansätze und einen Ausblick in die Zukunft.
Ziel dieser Tagung ist es, die Bedeutung der Sinneswahrnehmung für die anthroposophische Meditation darzustellen und letztere damit erneut einem breiteren Interessentenkreis so zugänglich zu machen, dass daraus eine regelmäßige Meditationspraxis erwachsen kann.
Besonders hingewiesen sei auch auf vier jahreszeitlich orientierte Retreats ab Ostern 2019, die unter dem Titel »Der Licht-Seelen-Prozess im Jahreslauf« am Quellhof im Jagsttal Gelegenheit bieten, die auf dieser Tagung gewonnenen Einsichten in noch intensiverer Form zu vertiefen (s. S. 9).
An der Tagung wirken mit: Rudi Ballreich, Martin Basfeld, Markus Buchmann, Anna-Katharina Dehmelt, Renatus Derbridge, Rosmarie Felber, Corinna Gleide, Andreas Heertsch, Martin Hollerbach, Christoph Hueck, Wolfgang Kilthau, Dirk Kruse, Salvatore Lavecchia, Hans-Jörg Palm, Andreas Neider, Antje Schmidt, Dorian Schmidt, Terje Sparby, Wolfgang Tomaschitz und Ulrike Wendt.
Diese Tagung wird von der Akanthos- Akademie e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für anthroposophische Meditation durchgeführt. Für die finanzielle Unterstützung danken wir dem Arbeitszentrum Stuttgart der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Andreas Neider